Ab 2. November 2020 findet das Herbstsemester 2020 online statt. Ausnahmen: Veranstaltungen, die nur mit Präsenz vor Ort durchführbar sind. Bitte beachten Sie die per E-Mail kommunizierten Informationen der Dozierenden.

051-0219-16L  Künstlerisches Denken und Arbeiten

SemesterHerbstsemester 2016
DozierendeS. Keller Roca
Periodizitätjedes Semester wiederkehrende Veranstaltung
LehrspracheDeutsch


KurzbeschreibungWir nähern uns dem vorsprachlichen Raum künstlerischen Denkens und Arbeitens vom Umfeld her, das seine Erzeugnisse (Kunstwerke) fördert, vermittelt, kritisiert, verkauft und konserviert. Wir hören Kulturbeamten, Kunstvermittlern, Kritikern, Kuratoren, Galeristen, Konservatoren genau beim Sprechen zu; denn in diesem Raum, der den vorsprachlichen Raum umschliesst, wird nichts dem Zufall überlassen.
LernzielZiel des Seminars ist es, den vorsprachlichen Raum künstlerischen Denkens und Arbeitens zu betreten, um die Künstler direkt bei der Arbeit zu beobachten. Dieser Raum wird sich uns jedoch nur erschliessen, wenn wir sämtliche Ebenen der Vermittlung hinter uns lassen und nicht weiter verstehen wollen.
InhaltZu diesen Vermittlungsebenen gehört natürlich auch das Seminar selbst, mit seinem Anspruch, das kritische Staunen zu lehren. Diese Paradoxie der Kunst werden wir an unserem eigenen Anspruch direkt nachvollziehen. Eine produktive Spannung in uns etablieren, indem wir uns für künstlerische Arbeitsweisen öffnen, welche den eigenen widersprechen.

Wir nähern uns dem vorsprachlichen Raum künstlerischen Denkens und Arbeitens von seinem Umfeld her, das seine Erzeugnisse - die Kunstwerke - fördert, vermittelt, kritisiert, verkauft und konserviert. Wir hören den Protagonisten dieses Raums - Kulturbeamten, Kunstvermittlern, Kritikern, Kuratoren, Galeristen, Konservatoren - genau beim Sprechen zu; denn in diesem Raum, der den vorsprachlichen Raum umschliesst, wird nichts dem Zufall überlassen.
LiteraturBrian O`Doherty: In der weissen Zelle, Merve Verlag
"Inside the White Cube", 1976 im "Artforum" als Artikelfolge erschienen und verfaßt von dem in New York lebenden irischen Künstler und Kritiker Brian O'Doherty, ist eine der ersten Analysen der Bedeutung des Kontexts und institutionellen Rahmens für die Kunst selber. Nicht nur was sondern auch in welcher Galerie, wo, wie, wann ausgestellt wird, ist in diesem Jahrhundert immer wichtiger geworden. Inside the White Cube ist eine brilliante Analyse des soziologischen, ökonomischen und ästhetischen Kontexts, innerhalb dessen wir Kunst erfahren. O'Doherty untersucht das kritische Verhältnis zwischen Kontext und Inhalt, und mit Witz und Ironie stellt er den Mythos von der Neutralität des Museums- oder Galerieraumes dar. Diese Essays markieren einen Wendepunkt in der Kunst-Wahrnehmung. (Barbara Rose)
Voraussetzungen / BesonderesDie Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldung für die Teilnahme am Seminar zudem in Absprache mit dem Dozenten: stefan.keller@arch.ethz.ch