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851-0301-01L  Nietzsche's Critique of Cognition

SemesterSpring Semester 2016
LecturersC. Jany
Periodicitynon-recurring course
Language of instructionGerman


AbstractNietzsche is considered a classic of epistemology. Yet his critique of knowledge is not only philosophical in kind; it also draws on the arts and sciences of his time. We will trace Nietzsche's critique in his writings, as well as the alternative models of cognition and science that he develops.
Objective- reflection upon the conditions and the practice of knowledge
- critical apprehension of Nietzsche's texts and relevant contexts
ContentNietzsche gilt als Klassiker der Erkenntniskritik -- und zwar in einem doppelten Sinn. Einerseits reflektiert Nietzsche, wie schon viele Philosophen vor ihm, auf die Strukturen und Grenzen der menschlichen Erkenntnis. Andererseits kritisiert er jene stillschweigend vorausgesetzten Werte und Ideale, die den Erkenntnisprozess organisieren und das daraus resultierende Wissen verbürgen. Das Seminar verfolgt diese doppelte Kritik in Nietzsches Schriften. Nietzsches Einsicht, dass "das Perspektivische" die Grundbedingung des Erkennens, ja des Lebens selbst sei, dient dabei als Ausgangspunkt. Zu dieser Einsicht gelangt Nietzsche allerdings nicht allein auf dem Weg philosophischer Argumentation. Ebenso wesentlich ist die Aneignung von Begriffen, Verfahren, Strategien und nicht zuletzt von Attitüden, die anderen Wissenschaften und vor allem den Künsten entstammen. Das wirft die Frage auf, inwieweit man Nietzsches Kritik und, mehr noch, die von ihm skizzierten Alternativen von eben diesen Darstellungsweisen lösen kann.
LiteratureJenseits von Gut und Böse, Geburt der Tragödie, zudem weitere Auszüge aus veröffentlichten Schriften und ausgewählte Texte aus dem Nachlass.

Zur Einführung: Alexander Nehamas, Nietzsche: Life as Literature (Cambridge, Mass: Harvard University Press, 1985) sowie Günter Figal, Nietzsche: Eine philosophische Einführung (Stuttgart: Reclam, 1999).